XBRL-Reporting. 3 Möglichkeiten für Schweizer Unternehmen

Aufgrund der Verordnung zur Klimaberichterstattung (SR 221.434) sind Unternehmen der Schweiz, die unter OR 964a fallen, verpflichtet, den Nachhaltigkeitsbericht ab 2025 im maschinenlesbaren Format (XBRL) zu veröffentlichen.

Da es im Gesetz keine definierte Taxonomie für das maschinenlesbare Format gibt, haben Schweizer Unternehmen derzeit folgende Möglichkeiten:

1. Anwendung der IFRS S1 und S2 Standards

Vorteile

  • IFRS S2 basiert auf dem TCFD-Bericht, daher ist eine Anwendung einfacher möglich
  • International anerkannter Standard, der auch in der Vernehmlassung als alternative zur ESRS anerkannt wird.
  • XBRL-Taxonomie verfügbar

Nachteile

  • Anwendung eines zusätzlichen Standards
  • Kosten für Tagging-Software

Fazit: Beste Lösung für 100% Compliance der Schweizer Gesetzgebung.

2. Anwendung der VSME-Standards

Vorteile

  • Kostenloses Tagging über eine Excel-Tabelle
  • Kostenlose Konvertierung in ein iXBRL Dokument
  • Einfacher Standard, geringer zusätzlicher für die Standards

Nachteile

  • VSME-Standards sind nur teilweise vergleichbar mit den TCFD-Standards. Insbesondere Angaben zum Risikomanagement sind kaum abgedeckt.

Fazit: Beste Lösung für Unternehmen, die Kosten und Aufwand sparen möchten und trotzdem die grundsätzliche Verpflichtung zum maschinenlesbaren Format erfüllen möchten.

Weitere Informationen:

VSME Digital Template and XBRL Taxonomy | EFRAG

3. Anwendung der ESRS-Standards

Vorteile:

  • XBRL-Taxonomie verfügbar
  • ESRS 1 und ESRS E1 sind vergleichbar mit TCFD, damit ist KlimaVO erfüllt.

Nachteile

  • Standards sind EU-spezifisch und basieren auf weiteren EU-Regulierungen, die nicht für Schweizer Unternehmen gelten.
  • ESRS-Standards sind aufwändig
  • Kosten für Tagging-Software
  • Unsicherheiten wegen EU-Omnibus-Verfahren

Fazit: Beste Lösung für Unternehmen, die nach den ESRS berichten müssen.

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